Artikel 29 Gruppe fordert Einwilligung der Nutzer bei Device Fingerprinting

von Olaf Rossow

Die sogenannte Artikel 29 Gruppe, ein Gremium mit Vertretern aus den nationalen Datenschutzbehörden der Europäischen Union, sieht im Device Fingerprinting eine Gefahr für den Datenschutz des einzelnen Internetnutzers und fordert, dass der Nutzer vor dem Einsatz des Device Fingerprintings um Erlaubnis gefragt werden muss.

Der neue Trend im Webtracking

Device Fingerprinting ist eine Form von Webtracking, die ohne das Setzen von Cookies auskommt. Eine Identifizierung des Nutzers – oder genauer: des aufrufenden Browsers – erfolgt über die Auswertung der Browsermerkmale, mit der eine Webseite besucht wird. Dabei werden Informationen wie die IP-Adresse aber auch vielfältige Merkmale des Browsers ausgelesen, wie zum Beispiel – installierte Schriftarten, verwendete Plugins oder unterstützte MIME-Typen. Dabei reichen schon 4 Merkmale aus, um 87% der Webseitenbesucher anhand ihrer Browserkonfiguration wiedererkennen zu können. Im Gegensatz zum Webtracking durch Cookies, welches durch ein Sperren oder Löschen der Cookies relativ einfach unterbunden werden kann, ist Webtracking durch Device Fingerprinting für den Nutzer nicht ohne weiteres zu erkennen und erst recht nicht zu unterbinden. Gerade hieraus ergeben sich datenschutzrechtliche Bedenken.

Device Fingerprinting fällt unter Cookie Richtlinie

Die Artikel 29 Gruppe ist zu der Einschätzung gekommen, dass Device Fingerprinting den Anforderungen der sogenannten Cookie-Richtlinie der Europäischen Union unterliegt ...

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