Der erste Grund, Anwälte zu hassen

von Christoph Nebgen

Die Kollegin (?) Eva Engelken hat ein Buch geschrieben, dass sich perfekt als Weihnachtsgeschenk für freundliche Kollegen eignet. Es heißt: "111 Gründe, Anwälte zu hassen". Das Buch steht in einer Reihe mit Klassikern wie "111 Gründe, Schalke 04 zu lieben" oder "111 Gründe, Lehrer zu sein". Etwas beunruhigend finde ich, dass es nach meiner Recherche dass erste Buch seiner Art ist, dass sich statt zur Liebe offen zum Hass bekennt. Und dann ausgerechnet gegen Anwälte. Das finde ich entsetzlich.

Offenbar hat der Verlag aber ein gutes Produktmarketing; dieser Tage findet sich in zahlreichen Käseblättern Lokalzeitungen eine gleichlautende Rezension, die zehn - wohl die schönsten - dieser Hassgründe vorstellt. Ein willkommener Anlass, sich selbstkritisch mit diesem Feedback aus der Bevölkerung auseinanderzusetzen.

Ich möchte beginnen mit Grund 1. Er lautet, beispielhaft zitiert nach der Frankfurter Rundschau: "Sie sagen immer, "es kommt darauf an"". Diese Antwort ist zugegeben relativ unpräzise, was von vielen Mandanten als wenig befriedigend empfunden wird. Ich kann das verstehen ...

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  • Ironischer Ratgeber: Acht gute Gründe, um Anwälte zu „hassen“

    fr-online.de - 87 Leser, 2 Tweets - Hervorragende Juristen sollen sie sein – und zugleich perfekte Menschenversteher: ein schwieriger Spagat für Anwälte. Klar kommt es da zu Konflikten mit Mandanten. Das Buch „111 Gründe, Anwälte zu hassen“ hilft mit einer halb-ernst gemeinten Bedienungsanleitung.

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