cashfix.de - much ado about nothing.

Cashfix.de, bzw. die dahinter stehende Multi-Media-Trade GmbH, ist eine Firma, die gebrauchte Dinge - insbesondere CD, DVD, Videospiele, Konsolen - ankauft. Der Verkäufer scannt die EAN-Codes ein, druckt einen Paketaufkleber aus und schickt das Zeug dann an Cashfix.de. Am 19. November 2014 hat nun das Amtsgericht Hagen die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und den Kollegen Dr. Dirk Andres zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Waren, die in einem gewissen Zeitraum vor Anordnung der Sicherungsmaßnahmen an cashfix.de geschickt wurden, werden - wie das Unternehmen mitgeteilt hat - nicht mehr bezahlt und auch nicht zurückgeschickt. In den Foren kochen die Emotionen hoch. Akres entrüstet sich bei mydealz.de:

"Das heißt, dass die 'Kunden' ihr Eigentum abschreiben können? Wenn der Käufer, hier Cashfix, die Ware nicht bezahlen kann, sollte es doch selbstverständlich sein, dass die Ware dem Eigentümer zurückgegeben wird..."

Ja, sollte vielleicht, ist aber nicht.

Das Eigentum an den Sachen dürfte nämlich zumindest mit dem Beginn der Bearbeitung bei cashfix.de auf diese übergegangen sein. Der Gesetzgeber hat schon vor über 100 Jahren definert: "Zur Übertragung des Eigentums an einer beweglichen Sache ist erforderlich, dass der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergibt und beide darüber einig sind, dass das Eigentum übergehen soll." (§ 929 S. 1 BGB).

Mehr ist grundsätzlich auch nicht erforderlich - weder, dass es einen Kaufvertrag gibt und schon gar nicht, dass der Kaufpreis gezahlt wird. Diese Trennung der Eigentumsübertragung vom dem zugrunde liegenden Vertrag, das so genannte Abstraktionsprinzip, gibt es in den meisten Ländern nicht ...

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