Gesetzliche Unfallversicherung leistet nicht für tragischen Schülerunfall

Das Sozialgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 29. April 2014 entschieden (Az.: S 1 U 5024/13), dass ein Schüler, der während einer Klassenfahrt zum Rauchen aus einem Fenster klettert und dabei vom Dach stürzt, keine Leistungen aus der gesetzlichen Schüler-Unfallversicherung beanspruchen kann.

Im Rahmen einer Studienfahrt nach England war der seinerzeit 17-jährige Kläger zusammen mit anderen Schülern eines Gymnasiums unterwegs. In der von den Schülern bewohnten Jugendherberge stürzte er gegen Mitternacht von einem Dach, auf welches er zum Rauchen über das Fenster des Badezimmers gelangt war, das zu dem von ihm und anderen Klassenkameraden bewohnten Zimmer gehörte. Vorausgegangen war ein gemeinsamer verbotener Alkoholgenuss mit Mitschülern.

Der Kläger erlitt bei dem Sturz aus ca. fünf Meter Höhe, eine schwere Kopfverletzung sowie eine Verletzung der Wirbelsäule mit der Folge einer Querschnittslähmung.

Wegen der Verletzungsfolgen wollte der Kläger die Schüler-Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Diese lehnte die Leistungsübernehme ab, da sich der Unfall im Rahmen einer nicht versicherten eigenwirtschaftlichen Tätigkeit ereignet hatte ...

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