Appell von Roman Herzog, „Gas-Gerd“ und weiteren Putin-Verstehern in der ZEIT

von Olaf Moegelin

Diverse Prominente haben in der “ZEIT” dazu aufgerufen, trotz Putins faschistischer Außenpolitik in der Ukraine stur den Dialog mit ihm zu suchen. Konkludent geben die Unterzeichner des Appells dem Westen die Mitschuld an Putins Aggression. Es erinnert fatal an die Beschwichtigungspolitik der „feigen Demokraten“ gegenüber Hitler im Zuge seiner Annexion des Sudetenlands 1938.

Die Unterzeichner verzerren die Tatsachen, indem sie den „Dialog“ fordern. Seit Monaten versucht der Westen ja nichts anderes als den Dialog mit Putin zu suchen. Merkel und Steinmeier haben bis zur Selbstaufgabe mit Diplomatie alles versucht bei Putin aber nichts erreicht. Zum Dialog gehören immer zwei. Putin will keinen Dialog. Er hat aufgrund seines imperialistischen Machtgehabes vor bald einem Jahr entschieden die Krim zu annektieren. Davon lässt er sich durch einen Dialog ebensowenig abbringen wie von seiner destabilisierenden Einflussnahme in der Ost-Ukraine. Ein Dialog kann derzeit nicht funktionieren, da die Positionen zu gegensätzlich sind. Putin akzeptiert nicht die Souveränität anderer Staaten. Er sieht in der Ukraine nur seinen Vasallenstaat, der seinen Weisungen zu folgen hat. Dazu gehört es -im Widerspruch zum Völkerrecht- dass Putin meint der Ukraine deren Wunsch sich dem Westen zuzuwenden, zu untersagen. Dieses imperialistische Gehabe von Putin steht im krassen Gegensatz zu unserer freiheitlich-demokratischen Werteordnung.

Natürlich sollte Russland auch weiterhin der Dialog angeboten werden. Aber keinesfalls kann es in dieser kriecherisch-unterwürfigen Weise geschehen, wie von den Unterzeichnern dieses Appells gefordert wird. Sie hofieren Putin, unter anderem indem sie unzutreffenderweise dem Westen eine Mitverantwortung am Krieg in der Ukraine unterstellen.

So heißt es im Appell: „Bei Amerikanern, Europäern und Russen ist der Leitgedanke, Krieg aus ihrem Verhältnis dauerhaft zu verbannen, verloren gegangen ...

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