Know your customer schon in der Schule?

Die Schüler von heute sind auch die Kunden von morgen. Diese Werbestrategieaussage erhält vor dem Hintergrund klammer öffentlicher Haushalte und Bildungsetats und den werblichen Bestrebungen von Unternehmen eine immer größere Bedeutung.

Die Schlagworte “Know your customer”, oder auch kurz KYC, stehen eigentlich für die vorgeschriebene Legitimationsprüfung von wichtigen Neukunden zur Verhinderung von Geldwäsche. Daneben sind jedoch immer mehr Unternehmen an möglichst vielen Informationen über ihre (potentiellen) Kunden interessiert, um diese möglichst eng an sich binden zu können. Die Erkenntnis, dass Schüler von heute die Kunden von morgen sind, lässt sich für den Bereich des Datenschutzes aus einer Vielzahl von aufsichtsbehördlichen Stellungnahmen und Rechtshinweisen erkennen.

Ein Praxisbeispiel – Kooperationen mit Schulbuchverlagen

Ein aktuelles Angebot verschiedener Schulbuchverlage ist eine individualisierte Zusammenstellung von spezialisierten Lernmaterialien zur Förderung der Behebung einzelner Leistungsschwächen von Schülern. Erkennt der Lehrer beispielsweise eine “ie” Schreibschwäche bei einem Schüler, stellt der Schulbuchverlag hierfür besondere Unterlagen zur Förderung zusammen und übersendet diese an die Schule.

In der Datenschutzerklärung eines Anbieters heißt es dazu (auszugsweise):

Sofern Schüler durch ihre Schule/Lehrer für ein anmeldepflichtiges Internetangebot angemeldet werden, müssen sie nicht unter dem vollständigen Namen der Schüler angemeldet werden. Diese Schüleranmeldungen können auch unter dem Vornamen, einem Pseudonym oder Spitznamen des Schülers vorgenommen werden. Sofern eine Anmeldung unter dem vollständigen Namen des Schülers vorgenommen wird, sollte dies mit Einwilligung der Eltern geschehen ...

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