Die Aufsichtsratstantiemen des Gewerkschaftssekretärs

Ansprüche einer Gewerkschaft gegenüber einem von ihr entsandten Aufsichtsratsmitglied sind Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis im Sinne einer Ausschlussfrist. Die enge Verknüpfung des Lebensvorgangs mit dem Arbeitsverhältnis ist zu bejahen, wenn die Aufsichtsratstätigkeit ausweislich der Tätigkeitsbeschreibung zu den Kernaufgaben der Stelle eines gewerkschaftlichen Tarifsekretärs gehört.

Die Wahrnehmung eines Aufsichtsratsmandates durch einen Gewerkschaftssekretär behält auch in der Freistellungsphase der Altersteilzeit den Charakter einer sich aus dem Arbeitsverhältnis ergebenden Tätigkeit.

Die Wahrnehmung eines Aufsichtsratsmandates durch einen Gewerkschaftssekretär besitzt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine enge Verknüpfung mit diesem, wenn das Mandat auf einer noch während des Bestehens des Arbeitsverhältnisses erfolgten Aufsichtsratswahl beruht.

Eine Ausschlussfrist, die alle Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis erfasst, umfasst wegen des einheitlichen Lebensvorgangs auch außerhalb des Arbeitsvertragsrechts stehende Anspruchsgrundlagen. Sie erfasst vorliegend neben den arbeitsvertraglichen auch die vereinsrechtlichen und die auf ein Nominierungsverhältnis bei der klagenden Gewerkschaft gestützten Abführungsansprüche gegenüber einem Gewerkschaftssekretär, der zugleich Mitglied der Gewerkschaft ist und sich von ihr zur Wahl hat aufstellen lassen ...

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