Verjährung von Ansprüchen bei der MPC Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH & Co. KG

von Matthias Steinchen

Kapitalanlagerecht, Wirtschaftsrecht

Derzeit werden viele Anleger der MPC Sachwert Rendite-Fonds Indien GmbH & Co. KG von Anlegeranwälten sowohl postalisch, als auch via E-Mail, angeschrieben mit der Aufforderung, zur Abwendung einer drohenden Anspruchsverjährung ein Mandat zu erteilen. Eine Recherche dieser anstehenden Verjährung führt bei den Anlegern zu Unsicherheiten, da verschiedene Anlegeranwälte sowie auch die „Interessengemeinschaft geschädigter Anleger des MPC Sachwert Rendite-Fonds Indien“ bereits mit Schluss des Jahres 2013 eine Verjährung von Ansprüchen prophezeiten. Die derzeit versandten Schreiben und Artikel im Internet stellen dementgegen ab auf eine Verjährung von Ansprüchen zum 31. Dezember 2014. Dabei muss teilweise das Mandat bis zu einem bestimmten Datum erteilt werden, um eine Bearbeitung gewährleisten zu können.

1. Worauf wird bei der Verjährung abgestellt?

Als Ansatzpunkt für eine drohende Verjährung ist zunächst gemäß § 199 BGB der Beginn der Verjährung ausschlaggebend. Danach beginnt die sogenannte „kenntnisabhängige Verjährung“ mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anleger Kenntnis von den den Anspruch begründenden Umständen ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. Das bedeutet, dass die Verjährung dann zu laufen beginnt, wenn ein Anleger aufgrund von ihm vorliegenden Fakten hätte ahnen müssen, dass seine Beteiligung nicht wie ursprünglich prognostiziert verläuft. Zu diesem Zeitpunkt hätte es ihm obliegt, zum Beispiel fachkundigen Rat einzuholen.

Als Zeitpunkt der Kenntniserlangung wird vorliegend konkret auf die Protokolle der jeweiligen Gesellschafterversammlungen aus den Jahren 2010 und 2011 abgestellt ...

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