Menschenhandel im Tatort – Bundespolizei geht ein Licht auf, und wieder aus.

von Konstantin Stern

Ein Gastbeitrag von Tobias Kreher*

Der Oldenburger Tatort vom 30.11.2014 hat sich ein ganz besonders komplexes Thema ausgesucht: den Krieg in Syrien. Es geht um Schleuser, gefälschte Pässe und komplizierte Familiengeschichten. Diesmal ermittelt sogar die Bundespolizei in Gestalt von Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller).

Eher zufällig werden die Polizeibeamten anfangs auf eine Flüchtlingsfamilie aufmerksam, die vom Dokumentenfälscher Faisal Azim (Tamer Yigit) die nachgemachten deutschen Pässe an einer Tankstelle entgegennimmt. Die kleine Tochter liegt tot im Kofferraum, der Vater wird bei der anschließenden Polizeikontrolle erschossen.

Gleichzeitig erzählt dieser Tatort die Geschichte einer gewissen Raja (Daniela Golpashin), die den Mörder ihres Vaters, nämlich einen syrischen Gefängnisarzt namens Harun, nach Deutschland lockt, um sich an ihm zu rächen. Dies gelingt ihr über ihre Freundin Lydia, deren Mann Nagib Haruns Bruder ist. Auch sie bekommen den für Harun benötigten gefälschten Pass von Faisal Azim. Durch Haruns Folter stirbt in Oldenburg dann ein Freund der Familie namens Ahmad Shuk. Dessen Bolustod durch Äpfel ruft die Ermittler auf den Plan und entfacht eine kurze Debatte über Obstwissenschaften.

Nachdem am Ende all diese Zusammenhänge und Beziehungen der Beteiligten aufgeklärt scheinen, bemerkt Falkes Kollege Jan Katz (Sebastian Schipper), dass die Staatsanwaltschaft Anklage erheben möchte wegen Urkundenfälschung und Menschenhandel ...

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