Spezial: Fotografenrechte – Was darf fotografiert werden ?

BGH, NJW 2007, 1977, 1977

§ 22 KUG – Grundsatz

„Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.“

Begriff des Bildnisses

„Ein Bildnis liegt dann vor, wenn die Darstellung dazu bestimmt und geeignet ist, eine Person in ihrer dem Leben nachgebildeten äußeren Erscheinung dem Betrachter vor Augen zu führen und das Aussehen, wie es gerade dieser Person eigen ist, im Bild wiederzugeben.“

BGH NJW 1965, 2148

Wiedergabe

Dem Bildnisschutz unterliegen sämtliche Abbildungsformen.

„Der Begriff der Wiedergabe umfasst die Reproduktion des äußeren Erscheinungsbildes einer Person in gedruckter Form, ebenso wie die sonstige Reproduktion in jeder Form und in jedem Medium, z.B. als Fotomontage, Grafik, Karikatur, Gemälde, Comic-Figur, Schattenriss oder Münzprägung.“

Engels in Möhring/Nicolini, 2014, § 22 KUG Rn. 20 m.w.N.

Äußeres Erscheinungsbild einer Person

Das Bildnis muss das äußere Erscheinungsbild einer Person abbilden. Auch Aufnahmen des Torso oder eine Porträtaufnahme können ein Bildnis sein unter Umständen sogar die Aufnahme der Rückseite einer Person.

„Allerdings setzt der Begriff des „Bildnisses” nach gefestigter Rechtsprechung die Erkennbarkeit der abgebildeten Person voraus ...

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