Liquidation der GmbH – Wie geht das?

1. Einleitung

Gerade seitdem das Bundesamt für Justiz nachhaltig mit hohen Bussgeldern gegenüber den Geschäftsführern durchsetzt, dass die Jahresabschlüsse der GmbH im Unternehmensregister fristgerecht offengelegt (oder bei kleinere Gesellschaften zumindest hinterlegt) werden, besteht zunehmend das Bedürfnis, geschäftlich nicht mehr tätige Gesellschaften zu beenden und aus dem Register zu löschen. Andernfalls bleiben nämlich die Veröffentlichungspflichten bestehen, und zwar selbst dann, wenn die Gesellschaft keinerlei Geschäftstätigkeit mehr entfaltet.

Bei der Liquidation gibt es etliche Details zu beachten, die hier aufgezeigt werden sollen.

2. Ablauf 2.1. Beschluss der Gesellschaft über den Beginn der Liquidation

Zu Beginn der Liquidation ist diese (mit der Mehrheit, welche die Satzung dafür vorschreibt, andernfalls mit 75% der Stimmen) von den Gesellschaftern zu beschließen. Mit dem Beschluss ist die Gesellschaft aber noch keinesfalls endgültig beendet, sondern sie ist nur „aufgelöst“. Das bedeutet, dass sie nicht länger ihren ursprünglichen Geschäftszweck verfolgt (also z. B. den Betrieb einer Maschinenfabrik oder eines Dienstleistungsunternehmens), sondern dass sie nur noch abgewickelt werden soll.

Erst wenn die Abwicklung abgeschlossen ist, wird die Gesellschaft endgültig im Handelsregister gelöscht – und erst dann endet auch die Offenlegungspflicht für die Jahresabschlüsse.

2.2. Die Abwickler / Liquidatoren

In dem Liquidationsbeschluss ist festzuhalten, wer die Gesellschaft während der Liquidation vertreten soll, also wer Liquidator ist. Üblicherweise sind das die bisherigen Geschäftsführer, es kann aber auch ein anderer bestimmt werden.

Die Liquidatoren haben dann die Aufgabe, die Gesellschaft abzuwickeln. Sie versilbern das Vermögen und bezahlen damit alle Schulden ...

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