Drum prüfe, was Du ewig unterbindest… {Kostenübernahme für Refertilisierung eines Soldaten)

von Liz Collet

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat sich in einem diese Woche ergangenem Urteil vom 6. November 2014 mit dem Anspruch eines Soldaten auf Kostenübernahme für eine Refertilisationsoperation befasst. Dieser hatte vor einigen Jahren eine Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter) durchführen lassen, da er zum Zeitpunkt seiner damaligen Familienplanung keine Kinder bekommen wollte.

Nachdem sein Kinderwunsch später doch entstand, beanspruchte er erfolglos von der Bundesrepublik Deutschland die Übernahme der Kosten für die geplante operative Rückgängigmachung der Vasektomie (Refertilisation). Diese wandte ein, die Maßnahme sei nicht Teil der unentgeltlichen truppenärztlichen Versorgung. Auf die gegen den Ablehnungsbescheid zum Verwaltungsgericht Augsburg erhobene Klage wurde auch diese nun abgewiesen:

Nach Auffassung des Gerichts stellt eine Refertilisation keine zur Behandlung einer Erkrankung spezifisch erforderliche medizinische Leistung dar, wenn die Zeugungsunfähigkeit durch eine bewusste und gewollte Entscheidung, künftig keine Kinder haben zu wollen, veranlasst worden sei ...

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