Abgebrochene iPhone-Auktion - kein Schadenersatzanspruch?

Im vorliegenden Fall ging es um eine abgebrochene iPhone-Auktion und die Frage, ob dem Käufer ein Schadensersatz zusteht. Grundsätzlich kommt bei Abbruch der Auktion durch den Verkäufer ein Kaufvertrag mit dem Höchstbietenden zustande. Es kann nicht zu Lasten des Käufers gehen, wenn ein Angebot ohne Grund vorzeitig zurückgenommen wird. Das sich daraus ergebende Risiko hat der Verkäufer zu tragen. Der Käufer gibt ja gerade eine verbindliche Willenserklärung ab. Der Verkäufer hat zudem die diverse Möglichkeiten, sich gegen einen Vertragsabschluss zu schützen. Ihm steht es frei, ein Mindestgebot festzusetzen, die Sofortkauf-Option wahrzunehmen, eine Anzeige im eBay-Kleinanzeigenmarkt zu schalten oder nach Abbruch der Auktion seine Willenserklärung anzufechten. Dies geschah hier allerdings nicht. Durch die erfolglose Aufforderung, das Handy gegen Zahlung zuzusenden, hat der Käufer an sich Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung. Dabei ist der Käufer so zu stellen, wie er bei ordnungsgemäßer Vertragserfüllung stünde. Der durchschnittliche Marktwert ist demnach anhand vergleichbarer Geräte zu ermitteln. Dabei sind sehr niedrige und auch überdurchschnittliche Werte relevant.

Im vorliegenden Fall fehlte es indes schon am ehrlichen Kaufinteresse des späteren Klägers und damit am Rechtsbindungswillen. Diese fehlende Voraussetzung einer Willenserklärung führt dazu, dass ein Kaufvertrag nicht zu Stande kam. Der Kläger ging in verschiedenen Fällen auf die gleiche Art und Weise vor, einzig mit dem Ziel, bei vorzeitigem Auktionsabbruch denen § 10 Absatz 1 eBay AGB auszunutzen ...

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