Spam-Ordner muss regelmäßig kontrolliert werden

Das Landgericht Bonn hat mit Urteil vom 10.01.2014 (Az. 15 0 189/13) erstinstanzlich einen Rechtsanwalt zu 90.000 Euro Schadenersatz verurteilt, weil er ein Vergleichsangebot der gegnerischen Partei, das in seinem Spam-Ordner gelandet war, nicht an seinen Mandanten weitergeleitet hatte. Das Gericht sah darin eine Verletzung einer allgemeinen Vertragspflicht des Rechtsanwalts, seinen Auftraggeber vor voraussehbaren und vermeidbaren Schäden zu bewahren. Der Kollege habe sich nicht damit entlasten können, dass die fragliche E-Mail nicht in seinem E-Mail-Postfach einging, sondern durch den Spam-Filter aussortiert worden war. Der Rechtsanwalt verletzt nach Auffassung des Gerichts die im Verkehr erforderliche Sorgfalt, wenn er seinen Spam-Filter nicht täglich kontrolliert ...Zum vollständigen Artikel


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