Anwalt und Fußball und Arbeitsrecht = 640.000 € Schadensersatz

Ein Fußballtrainer eines in der seinerzeit 2. Bundesliga spielenden Mannschaft war wenige Spieltage vor dem Abschluss der Saison 2007/2008 entlassen wurden aus seiner Verantwortung für die 1. Mannschaft. Grund waren - natürlich - sportliche Misserfolge der vom Kläger trainierten Mannschaft.

Mit einem späteren Schreiben kündigte der Verein den ursprünglich mit dem Trainer bis Ende Juni 2010 abgeschlossenen Arbeitsvertrag vorzeitig ordentlich zum 31.12.2008.

Der Trainer, der die Kündigung für unberechtigt hielt, beauftragte einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Gegenüber dem Fußballverein widersprach der Anwalt namens des Trainers der Kündigung, unterließ es jedoch, innerhalb der gesetzlich vorgesehenen dreiwöchigen Frist eine Kündigungsschutzklage zu erheben. Der Trainer hat gemeint, dass der Anwalt deswegen seine anwaltlichen Pflichten verletzt habe und Schadensersatz schulde. Als Schaden sei ihm der Verdienst zu ersetzen, den er bei regulärer Fortdauer des Trainervertrages ist zum 30.06.2010 hätte erzielen können. Ausgehend davon, dass die Fußballmannschaft in der Saison 2007/2008 den Klassenerhalt sichern konnte, in der Saison 2008/2009 einen Platz im Tabellenmittelfeld und in der Saison 2009/2010 einen Platz im oberen Tabellenfeld erreichte, hat der Kläger einen Schaden in Höhe eines ihm entgangenen Bruttoverdienstes aus Grundgehalt und Punkteprämien von über 600.000 Euro errechnet. Dies forderte der Trainer nun vom Anwalt.

Das OLG Hamm hat dem Trainer ca. 330.000 Euro als jetzt bereits bezifferbaren Schaden zugesprochen und festgestellt, dass der Anwalt weitere Belastungen des Tainers aufgrund von zu entrichtenden Abgaben und Steuern bis zur Höhe von insgesamt ca. 640.000 Euro zu tragen habe ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK