Urteil: Reisebüros müssen Insolvenzsicherung für Reiseveranstalter aus der EU nachweisen

Bundesgerichtshof Urteil: Reisebüros müssen Insolvenzsicherung für Reiseveranstalter aus der EU nachweisen Der BGH hat über die Pflicht eines Reisevermittlers zum Nachweis einer für den Insolvenzfall des Reiseveranstalters geltenden Kundengeldabsicherung entschieden, wenn der Reiseveranstalter seinen Sitz in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat. Der Sachverhalt

Ein Kunde buchte über einem Internet-Reisebüro eine viertägige Flusskreuzfahrt bei einem niederländischen Reiseveranstalter. Nach Erhalt der Rechnung und Reisebestätigung zahlte der Künde den Reisepreis an das Internet-Reisebüro. Den Kunden wurde ein als Sicherungsschein bezeichnetes Dokument eines niederländischen Kundengeldabsicherers in Kopie vorgelegt.

Weiterhin hatte sich das Internet-Reisebüro bei dem Reiseveranstalter über das Bestehen einer Kundengeldabsicherung erkundigt. Wegen finanzieller Schwierigkeiten des niederländischen Reiseveranstalters fand die Kreuzfahrt nicht statt. Der Reiseveranstalter, der später Insolvenz anmeldete, zahlte den Reisepreis nicht zurück. Der niederländische Kundengeldabsicherer lehnte eine Erstattung des Reisepreises mit der Begründung ab, dass seine Haftung auf die auf dem niederländischen Markt angebotenen und abgeschlossenen Reisen beschränkt sei, wozu die Reise des Kunden nicht zähle. Der Kunde verklagt das Internet-Reisebüro auf Rückzahlung des Reisepreises ...

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