Personalisierte Werbung auf Facebook als ein weiterer Baustein zum gläsernen Nutzer?

von Jennifer Jähn

Erst vor kurzem berichteten wir über die gängigen, regelmäßig gleichwohl unerkannten Überwachungsmöglichkeiten im Alltag. Dahingehend stellen die vom „Social-Media-Riesen“ Facebook geplanten Änderungen, welche nun auch den einzelnen Nutzern bekannt gegeben wurden, konkrete Neuigkeiten dar. Die noch stärker personalisierte Werbung auf der Internetseite von Facebook bildet dabei einen Teil dieser Neuerungen. Dies bedeutet im Einzelnen, dass Facebook das Werbeprofil eines Nutzers in Deutschland nicht mehr vorrangig auf Grundlage seines Verhaltens im sozialen Netzwerk erstellt, sondern auch die übrigen Verhaltensweisen eines Nutzers im Internet heranzieht, unabhängig davon ob dieser eingeloggt ist oder nicht. Herangezogen werden dabei zum Beispiel Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps mittels Tracking Cookies, wobei laut Angaben von Facebook bei den Nutzerdaten von WhatsApp eine Ausnahme gemacht werden soll. Das Erkennen sowie die Protokollierung des jeweiligen Verhaltens kann der Nutzer nicht erkennen oder nachvollziehen. Insgesamt rechtfertigt Facebook diese Änderung damit, dass die Werbeanzeigen noch individueller bzw. personalisierter auf einen Nutzer angepasst werden können und dies im Ergebnis zu einem „besseren Erlebnis“ beitragen soll.

So könnte beispielsweise das spontane „Surfen“ nach den nächsten Urlaubszielen Auswirkungen haben. Denn beim nächsten Besuch der eigenen Facebook-Pinnwand würde sodann konkret Werbung für einzelne Reisen auftauchen ...

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