Wettbewerbsrecht gilt auch für Amazon

von Martina Lehner

Im Internet dürfen Kleidung nicht ohne Textilkennzeichnung und Haushaltsprodukte nicht ohne Grundpreisangaben angeboten werden – dies gilt auch für den Online-Händler Amazon. Amazon wurde daher vom Landgericht Köln zur Unterlassung verurteilt.

Amazon hatte selbst vertriebene Damenblusen angeboten, ohne entsprechend der Textilkennzeichnungsverordnung anzugeben, aus welchen Textil-Fasern die Bluse bestand. Des Weiteren hatte Amazon andere Produkte, wie Teppichreiniger und ein Multiöl angeboten, ohne jeweils den nach der Preisangabenverordnung erforderlichen Grundpreis anzugeben. Hierbei ging es jeweils um eigene Angebote von Amazon und nicht um Amazon Marketplace-Angebote Dritter.

zhu difeng / Shutterstock.com

Amazon verteidigte sich damit, dass es sich bei den fehlenden Angaben lediglich um nicht vorwerfbare „Ausreißer“, also Fehler im Einzelfall handele, die zwar bedauerlich seien, aber angesichts Amazons Größe bei einem derartigen Massengeschäft vorkommen könnten. Auch seien die Angaben z.T ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK