Achtung: Forderungen aus 2011 drohen zu verjähren – Neuregelungen beim Inkasso

31.12.2014 ist Stichtag für die meisten Forderungen aus 2011

Am Ende jedes Jahres verjähren Forderungen, weil vergessen worden ist verjährungshemmende Maßnahmen einzuleiten. Die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren trifft mit dem Beginn des Jahres 2015 einen Großteil der Forderungen, die im Jahr 2011 entstanden sind – gleich ob die Forderung aus Januar 2011 oder Dezember 2011 stammt.

Was bedeutet Verjährung ?

Die Verjährung stellt im Rechtssinne eine Einrede dar. Das bedeutet, der Schuldner muss die Einrede der Verjährung im Prozess ausdrücklich erheben, erst dann prüft das Gericht ob die Forderung unter dem Gesichtspunkt der Verjährung noch Bestand hat. Umgekehrt bedeutet das, dass der Gläubiger seine Forderung auch nach dem Eintritt der Verjährung einfordern kann. Erst wenn die Einrede der Verjährung erhoben worden ist, geht die Forderung unter.

Neue gesetzliche Regelungen

Mitte des Jahres gab es einige Änderungen für das Inkasso von Zahlungsforderungen. Wird eine Forderung gegenüber einer Privatperson (Verbraucher) geltend gemacht, gelten für Inkassodienstleister und Rechtsanwälte erweiterte Informationspflichten bezüglich des Auftraggebers und des Ursprungs der Forderung.

Verzugsrecht

Aufgrund einer anhaltend schlechten Zahlungsmoral im geschäftlichen Verkehr hat der Gesetzgeber Ende Juli diesen Jahres einige Änderungen im Verzugsrecht vorgenommen. Diese Änderungen wirken sich aus, wenn der Schuldner Unternehmer ist. Nach wie vor tritt der Verzug spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung ein ...

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