Beim Angebotspreis verschrieben – welcher Preis gilt?

von Mathias Münch

Beim Angebotspreis verschrieben – welcher Preis gilt?

Kurzmeldung

OLG Hamm, Urteil vom 19.6.2012 – 21 U 85/11 (BGH Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen am 26.6.2014 – VII ZR 232/12)

Haben sich die Parteien in einer mündlichen Preisverhandlung über einen Preis – hier Nachtrag zu einem Bauvertrag – geeinigt und wird der Preis später fehlerhaft schriftlich festgehalten, so gilt der von beiden Parteien gewollte, mündlich vereinbarte Preis.

Die Parteien hatten zu einem größeren Bauvorhaben Nachträge vorgenommen und mündlich zwei zusätzliche Positionen vereinbart. Der Einheitspreis der Hauptleistung sollte 72,80 Euro/m² betragen und der Einheitspreis der Zulageposition 64,83 Euro/m². Interessanterweise war der Inhalt der mündlichen Auftragsvereinigung unstreitig geblieben. Aufgrund eines Übertragungsfehlers wurde dann der Gesamtpreis beider Positionen, 137,63 €, bei der Zulage eingetragen, so dass der Bauunternehmer schließlich höher abrechnete als ursprünglich mündlich vereinbart ...

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