Bankrechtliche Vereinigung: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

von Heidrun Jakobs

Weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit und offensichtlich unter den Teppich gekehrt, trifft es auch diejenigen, die es eigentlich besser wissen müssten, wie Banken ihre Kunden mit dubiosen Machenschaften ruinieren.

Mit rechtswidrigen Entgelten und überhöhten Zinsen über Falschberatungen bei dubiosen Anlagegeschäften bis hin zu Manipulationen von Euribor, Libor usw. peppeln Banken mit Milliarden-Gewinnen ihre Kasse ordentlich auf, während die Bankkunden das Nachsehen haben und in vielen Fällen sogar um ihre Existenz gebracht werden.

Die bankrechtliche Vereinigung, ein gemeinnütziger Verein, bei dem sich das „who is who“ des deutschen Bankrechts versammelt mit dem Ziel „Juristen aller Berufsrichtungen miteinander ins Gespräch zu bringen, um im Rahmen von Vortragsveranstaltungen und in sonstiger Weise einen Gedankenaustausch über nationale und internationale bankrechtliche Fragen zu ermöglichen“ ist selbst zum Opfer der Lehman-Pleite geworden.

Einen Großteil des Vereinsvermögens, nämlich € 70.000,– soll der Vorstand der bankenrechtlichen Vereinigung mit Zertifikaten der Pleitebank Lehman Brothers im Jahr 2008 verzockt haben.

Pikant hierbei: beteiligt daran war auch Gerd Nobbe, bis 2013 Vorstandsmitglied der bankenrechtlichen Vereinigung und zugleich bis 2009 Vorsitzender des 11. Zivilsenats des BGH (Bankensenat).

Als ehemaliger Vorsitzender des 11 ...

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