MOSS – Leistungsort bei elektronischen Dienstleistungen

Die Europäische Union hat im Bereich der Umsatzsteuer einige Änderungen vorgenommen, die zum Jahreswechsel 2015 in Kraft treten. Die wohl wichtigste Änderung betrifft die Änderung des Leistungsorts bei der Erbringung von elektronischen Dienstleistungen und Telekomunikationsdienstleistungen. Der deutche Gesetzgeber hat diese Änderung inzwischen durch eine Änderung des § 3a UStG sowie die Einführung eines neuen § 18h UStG nachvollzogen.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die ab dem 1. Januar 2015 geltenden Regelungen:

Inhalt[↑]

  • Die neuen Vorgaben der MwSt-Systemrichtlinie
  • Leistungsort bei elektronischen Dienstleistungen – §3a Absatz 5 UStG n.F.
  • Der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) – § 18h UStG
  • Grundbegrifflichkeiten zum MOSS
  • MOSS-Registrierung
  • Änderung der Anmeldedaten
  • Abmeldung vom MOSS
  • Ausschluss vom MOSS-Verfahren
  • Sperrfrist
  • USt-Erklärungen über das MOSS-System
  • Die einmalige Bezugnummer
  • Vorsteuerabzug
  • Berichtigung der Erklärung
  • Fälligkeit und Zahlung
  • Aufzeichnungspflichten
  • Rechnungsstellung
  • Zahlungsausfälle

Die neuen Vorgaben der MwSt-Systemrichtlinie[↑]

Nach Artikel 58 MwStSystRL in der ab dem 1. Januar 2015 geltenden Fassung von Artikel 5 Nummer 1 der Richtlinie 2008/8/EG des Rates vom 12. Februar 2008 zur Änderung der Richtlinie 2006/112/EG bezüglich des Ortes der Dienstleistung (ABl. EU 2008 Nr. L 44 S. 11) gilt als Leistungsort bei Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehleistungen und bei auf elektronischem Weg erbrachten Leistungen an Nichtunternehmer der Ort, an dem der Leistungsempfänger seinen Sitz, seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat. Damit soll eine systematisch zutreffende Besteuerung am tatsächlichen Verbrauchsort erreicht werden ...

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