Automatikgetriebe ist nicht gleich Automatikgetriebe.

von Daniela Kühnlein

Ein Autokäufer kann sein mit einem Automatik-Getriebe ausgestattetes Auto nicht deswegen wegen Mangelhaftigkeit zurückgeben, weil es schon bei geringen Steigungen zurückrollt.

Das hat das Landgericht (LG) Coburg mit Urteil vom 22.04.2014 – 22 O 631/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatte der Kläger, der zuvor einen älteren Opel mit "Automatik" in Form eines Wandlergetriebes gefahren hatte, bei einem Autohaus, nach einer Probefahrt, einen gebrauchten Opel gekauft, in dem, wie ihm im Verkaufsgespräch mitgeteilt worden war, nunmehr als "Automatik" ein easytronic-automatisiertes Schaltgetriebe verbaut war.

Als der Kläger kurz nach der Übergabe des Fahrzeugs bemerkte, dass das Fahrzeug schon bei geringen Steigungen zurückrollt, wenn die Bremse nicht betätigt wird, sah er darin einen Mangel nach § 434 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) und klagte auf Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Die Klage hatte keinen Erfolg, weil, wie das LG ausführte, der Kläger, wie vereinbart, ein Automatikfahrzeug erhalten hatte und das gekaufte Fahrzeug mangelfrei war ...

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