Wenn der Feinschmecker-Hund die drei teuersten Koikarpfen des Nachbars verzehrt

von Stephan Weinberger

Das Landgericht in Coburg musste darüber bestimmen, ob ein Hund aus einem Gartenteich ausgerechnet die drei teuersten Zierfische im Gesamtwert von fast 18.000 Euro aufgefressen hatte und demnach ein Schadenersatzanspruch in dieser Höhe gegen die beklagte Hundehalterin besteht. Der Mann war zuvor bereits bei der Hundehaftpflichtversicherung der Halterin mit seiner Forderung gescheitert. Eine Zahlung wurde verweigert, es wurde Betrug vermutet.

Fest steht, dass der Kläger im Sommer 2006 rund 40 Kois in seinem Gartenteich hielt. Diese sollen je nach Farbe und Größe bis hin zu 100.000 Euro gehandelt werden. Darunter sollen sich nach dem klägerischen Vorbringen auch drei Prachtexemplare im Wert von 3.900, 4.900 und 7.900 Euro befunden haben. Genau diese Exemplare soll die Schäferhündin der mit ihm befreundeten und bei ihm angestellten Bekannten Mitte Juli 2006 erlegt haben.

Vor Gericht bestätigten die Ehefrau und Bekannte die Version des Klägers. Allerdings wertete das Gericht verschiedenes Vorbringen als lebensfremd: Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Hund sich zielsicher die drei teuersten Kois geangelt haben soll ...

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