Schatten-IT als Risiko für Unternehmer: Nutzung privater Software bei der Arbeit

von Matthias Rosa

Unternehmen sind rechtlich dann vor Herausforderungen gestellt, wenn Mitarbeiter für ihren Arbeitseinsatz eigene IT-Produkte verwenden. Neben dem Einsatz eigener Hardware wie etwa Notebook, Tablet oder Smartphone, kann es für die Verantwortlichen auch kritisch werden, wenn unternehmensfremde, nicht ordnungsgemäß lizensierte Software von den Mitarbeitern verwendet wird. Diese sog. „Schatten-IT” ist gegeben, wenn ohne Kenntnis der IT-Verantwortlichen neben der offiziellen IT-Infrastruktur eines Unternehmens in dessen Fachabteilungen andere, „inoffizielle“ informationstechnische Systeme, Prozesse und Organisationseinheiten bestehen. Eine Definition findet sich z.B. http://kips.htwg-konstanz.de/images/PDF-Content/broschuere.pdf.

Für die Unternehmensinhaber können sich dabei bestimmte Haftungsfragen stellen, die den Verantwortlichen oft nicht bewusst sind. Im Folgenden soll beispielhaft geklärt werden, ob ein Unternehmen bzw. dessen Inhaber für die Urheberrechtsverletzung seines Mitarbeiters haftbar gemacht werden kann. Ist es also problematisch, wenn z.B. der Außendienstmitarbeiter bei seinen Kundengesprächen sein privates Tablet nutzt, das mit einem nichtordnungsgemäß lizensierten Betriebssystem läuft oder ein Mitarbeiter etwa während der Arbeitszeit auf seinen privaten Facebook-Account ein urheberrechtlich geschütztes Bild hoch lädt ohne dabei über die erforderliche Berechtigung zu verfügen?

Keinesfalls haftet ein Unternehmen, wenn die Urheberrechtsverletzung des Mitarbeiters allein diesem zugute kommt. Dies gilt selbst dann, wenn die Handlung in den Räumlichkeiten des Unternehmens stattgefunden oder hierfür Betriebsmittel verwendet wurden. Wegen der oben genannten Bilderrechtsverletzung würde in diesem Zusammenhang daher keine Haftung für den Unternehmer entstehen ...Zum vollständigen Artikel


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