BAG zum Arbeitszeugnis und der Benotung

von Sebastian Böhm

Details Kategorie: Aktuelles zum Thema Arbeitsrecht Veröffentlicht am Donnerstag, 20. November 2014 08:47 Geschrieben von Rechtsanwalt Sebastian Böhm

(20.11.2014) Das Bundesarbeitsgericht hat mit seiner Entscheidung am 18.11.2014 zum Aktenzeichen 9 AZR 584/13 entschieden, dass Arbeitnehmer im Falle eines Zeugnisstreits überdurchschnittliche Leistungen beweisen müssen.

Bescheinigt hiernach der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer, dass er die ihm übertragenen Aufgaben „zur vollen Zufriedenheit“ erfüllt hat, so entspricht dies nach wie vor einer durchschnittlichen Leistung und damit der Schulnote „befriedigend“. Dies gilt auch, wenn in der betroffenen Branche fast 90% der Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis mit der Gesamtnote „gut“ oder „sehr gut“ erhalten. Hier ist der Arbeitnehmer, der eine bessere als eine befriedigende Leistungsbeurteilung erhalten möchte, gehalten, darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass seine Leistungen „gut“ oder „sehr gut“ waren.

In dem vorliegenden Rechtsstreit war die Klägerin ein Jahr in einer Zahnarztpraxis als Empfangsmitarbeiterin und Bürofachkraft beschäftigt. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erhielt sie ein Zeugnis mit einer Gesamtbeurteilung „zu unserer vollen Zufriedenheit“ ...

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