Verfahren gegen Giovanni di Lorenzo eingestellt

von Mirko Laudon

Das Ermittlungsverfahren gegen den Chefredakteur der „Zeit“ Giovanni di Lorenzo wegen Wahlfälschung (§ 107a StGB) ist von der Staatsanwaltschaft Hamburg gem. § 153a StPO gegen eine „namhafte“ Geldauflage vorläufig eingestellt worden. Seine Schuld sei als gering anzusehen.

Zur Höhe der Zahlung wollte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben machen. Sobald die Auflage bezahlt sei, werde das Verfahren endgültig eingestellt. Mit dieser Einstellung findet keine endgültige Schuldfeststellung statt.

Giovanni di Lorenzo ist vermutlich nicht so billig davongekommen // Foto: Moritz Kosinsky/Wikipedia (CC BY-SA 3.0 DE)

Viel Häme für Giovanni di Lorenzo wegen eines „Zeit“-Artikels

Di Lorenzo hatte in der ARD-Sendung „Günther Jauch“ Ende Mai berichtet, dass er bei der Europawahl zweimal gewählt hatte – einmal als italienischer Staatsbürger im Konsulat des Landes in Hamburg, und ein zweites Mal als Bundesbürger in einer Grundschule der Hansestadt. Er hätte aber nach § 6 des Europawahlgesetzes (EuWG) das Wahlrecht nur einmal ausüben dürfen. Danach ging bei der Hamburger Staatsanwaltschaft – online – eine Strafanzeige gegen den 55-jährigen Journalisten ein ...

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