Schweizer Gericht schützt Karl Dall vor deutschen Reportern

von Mirko Laudon

Karl Dall ist in der Schweiz angeklagt, ihm wird vorgeworfen, eine Frau in der Nacht vom 5. auf den 6. September 2013 unter Einsatz körperlicher Überlegenheit zum Sex gezwungen zu haben. Bevor die öffentliche Hauptverhandlung startet, ergreift nun das Zürcher Bezirksgericht bereits Maßnahmen, um deutsche Gerichtsreporter mit den restriktiveren schweizerischen Gepflogenheiten der Gerichtsberichterstattung vertraut zu machen.

Foto: Manfred Werner (CC BY-SA 3.0)

Die Verfahrensleitung im Fall der Dall vorgeworfenen mutmaßlichen Vergewaltigung hat einen ungewöhnlichen Entscheid getroffen: Aus der Anklageschrift gegen den deutschen Entertainer darf im Vorfeld des Prozesses nicht in direkter Rede zitiert werden. Die Gerichtsberichterstatter aus Deutschland, die für die Hauptverhandlung eine Einzelakkreditierung lösten, mussten vorab eine entsprechende Unterlassungserklärung quittieren.

In Deutschland ist es gem. § 353d Abs ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK