Geschwindigkeitsüberschreitung bei heftigem Durchfall erlaubt?

von Andreas Stephan

Es war einmal ein Autofahrer, der unter einer Durchfallerkrankung litt. Deshalb war es sein vorrangiges Ziel, auf schnellstem Wege den nächsten Parkplatz zu erreichen. Dabei überschritt er die erlaubte Höchstgeschwindigkeit außerorts um 50 km/h, was vor dem Amtsgericht Grünstadt zu keinem Verständnis, sondern zu einer Geldbuße von 200 DM sowie zu einem Fahrverbot von einem Monat führte.

Das Gericht vertrat die Ansicht, dass der Fahrer “notfalls seinem Druck im Magen-Darmbereich während der Fahrt” nachgeben und die “Verschmutzung seiner Wäsche” hätte in Kauf nehmen müssen. Dagegen berief sich der Autofahrer auf einen Fall von “höherer Gewalt”.

Die Sache landete schließlich beim Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken, welches das Urteil des Amtsgerichts aufhob und zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Amtsgericht zurückverwies. Das Amtsgerichtsurteil halte einer rechtlichen Überprüfung nicht stand ...

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