Alltagsüberwachung – Dinge, die Sie wissen sollten, aber wahrscheinlich nicht immer wissen wollen…

von Daniela Windelband

„Alltagsüberwachung? Die Stasi ist doch seit 25 Jahren Geschichte!“, so mag der ein oder andere vielleicht reagieren, wenn es um die Frage geht, ob und inwieweit unser Verhalten im Alltag beobachtet und überwacht wird. Fakt ist jedoch: Die Themen Überwachung und Datensammelwut haben auch – oder gerade – heute kein bisschen an Aktualität verloren. Neben dem Traum vom gläsernen Bürger, der auch heutzutage noch so manche Sicherheitsbehörde zu faszinieren scheint, ist es aber vor allen Dingen der Wunsch vieler privater Unternehmen nach dem gläsernen – und damit berechenbaren – Konsumenten, der die Daten zu unserem Alltagsverhalten derzeit so interessant und begehrt macht.

Das Geschäft mit persönlichen Daten boomt

Die Wirtschaft arbeitet fortwährend an immer besseren und immer effizienteren Methoden, die die kommerzielle Nutzung von Konsumenteninformationen möglich machen. Dabei ist es erstaunlich, was sich aus Daten zum alltäglichen Verhalten einer Person, bspw. der Häufigkeit von Telefonaten, den getätigten Einkäufen und Facebook-Likes, alles berechnen lässt. Das Wiener Forschungsinstitut Cracked Labs hat sich im Auftrag der österreichischen Arbeitskammer mit internationalen Trends in den Bereichen Online Tracking, Big Data und kommerzieller digitaler Überwachung beschäftigt und einige verblüffende Fakten zu den Möglichkeiten der Datenanalyse in einer Studie dargestellt. Hier nur einige Beispiele aus der Studie:

„Die US-Supermarktkette Target konnte etwa aus einer Analyse des Einkaufsverhaltens schwangerer Frauen sogar deren Geburtstermine identifizieren – und zwar ohne auf offensichtliche Käufe wie Babykleidung oder Kinderwagen angewiesen zu sein ...

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