Von Fraggles und Fracking

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Erin­nern Sie sich noch an die Frag­g­les? In die­ser Kinder-Puppen-Serie aus den 1980er Jah­ren ging es um put­zige Gestal­ten, die unter­ir­disch leben, sich wenig Sor­gen um die Zukunft machen, von der Erd­ober­flä­che wenig Ahnung haben und natür­lich auch gern essen wol­len: Radies­chen und Zucker.

Ein biss­chen erin­nert das an die aktu­elle Fracking-Diskussion. Die Befür­wor­ter sehen in Fracking eine Mög­lich­keit, an güns­tige Res­sour­cen zu kom­men, die u.a. auch gewisse außen­po­li­ti­sche Abhän­gig­kei­ten abmil­dern könnte. Mit Fracking könnte man sor­gen­los leben, hätte – wie die USA – güns­ti­gere Ener­gie und könnte in Ruhe die Ener­gie­wende zu Erneu­er­ba­ren hin gestalten.

In der Welt der Frag­g­les gibt es natür­lich auch Gefah­ren. Eine sol­che sind große Mons­ter namens Gorg. Zufäl­li­ger­weise gibt es aber die gelieb­ten Radies­chen bei den Gorgs. Und die fin­den es gar nicht lus­tig, wenn immer wie­der fre­che Frag­g­les Radies­chen stehlen.

Auch beim Fracking gibt es Mons­ter: die Umwelt– und Was­ser­ver­schmut­zung, die das Fracking bewir­ken könnte. So ganz beden­ken­los kann man die Res­sour­cen also nicht aus­beu­ten, man sollte schon genau über­le­gen, wel­che Risi­ken damit ver­bun­den sind.

Irgendwo zwi­schen die­sen bei­den Polen oszil­liert auch die deut­sche Dis­kus­sion um Fracking und die Gewin­nung von Schie­fer­gas wei­ter­hin. Ein älte­rer Geset­zes­ent­wurf schlum­merte eh noch im Gift­schrank des Bun­des­kanz­ler­am­tes. Aber solange in der Koali­tion keine Einig­keit besteht, brauchte man das Kabi­nett damit nicht befas­sen. Aber das Thema (immer­hin im Koali­ti­ons­ver­trag ange­spro­chen) muss ja irgend­wann mal ent­schie­den werden.

Und es sah so aus, als hätte man am Wochen­ende sich zusam­men­ge­setzt und einen geeig­ne­ten Kom­pro­miss gefun­den. Um den zu erklä­ren, muss man noch etwas über die Frag­g­les wis­sen ...

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