Verdienstausfallschaden nach Unfall oder Behandlungsfehler

von Valeska Strunk

Nach einem Unfall oder Behandlungsfehler stehen dem Geschädigten neben dem Schmerzensgeld in der Regel viele weitere Schadenspositionen zu, zu denen auch der Verdienstausfallschaden gehört. Ein Verdienstausfallschaden kann dann geltend gemacht werden, wenn man aufgrund des Schadensereignisses arbeitsunfähig wird.

Ein Beispiel:

Frau M. wird als Beifahrerin in einem PKW bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Durch die Unfallverletzungen ist sie vollkommen arbeitsunfähig geworden. Vor dem Unfall war sie als Einzelhandelskauffrau tätig und hatte ein Einkommen in Höhe von durchschnittlich 1.200,00 € netto monatlich. Ihrem Beruf kann sie aufgrund der schweren Unfallfolgen nun nicht mehr nachgehen. Sie macht sich daher große Sorgen um ihre finanzielle Zukunft und fragt ihren Anwalt, was Ersatz eines Verdienstausfallschadens für Sie konkret bedeutet.

Zur Ermittlung des Verdienstausfallschadens muss der Anwalt zunächst die Höhe des Einkommens vor dem Schadensereignis ermitteln und außerdem eine Prognose stellen, wie sich dieses Einkommen ohne das Schadensereignis weiterentwickelt hätte. Hierbei müssen weitere Faktoren wie Qualifikation, Alter, Leistungsfähigkeit und auch das Risiko von Arbeitslosigkeit berücksichtigt werden. Die Ergebnisse werden den aktuellen Einnahmen, z.B. durch Lohnersatzleistungen gegenübergestellt und die Differenz ergibt den Verdienstausfallschaden ...

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