Kaufpreisreduzierung: Autohändler droht mit angeblichen Schadensersatzforderungen

Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 16.10.2014 - 2 U 393/13 Kaufpreisreduzierung: Autohändler droht mit angeblichen Schadensersatzforderungen Wirft ein fachlich versierter Autoeinkäufer einem privaten Verkäufer bewusst wahrheitswidrig vor, dieser habe falsche Angaben zum Fahrzeugbaujahr gemacht und droht ihm mit Schadenersatzforderungen, ist eine vom Verkäufer akzeptierte Reduzierung des Kaufpreises ggf. unwirksam.

Die Drohung des Autohändlers mit - für ihn erkennbar - nicht bestehen Schadenersatzansprüchen gegen den Verkäufer ist widerrechtlich, so das Urteil (Az. 2 U 393/13) des Oberlandesgerichts Koblenz.

Der Sachverhalt

Der private Autoverkäufer hat dem Beklagten nach einem Angebot im Internet seinen Pkw Skoda Octavia für 8000 € verkauft. Der Beklagte ist Betreiber eines Autohauses. Bei Abholung des Pkw kam es zu Meinungsverschiedenheiten über den Zustand des Fahrzeugs, die in einen Preisnachlass um 3000 € mündeten.

Diesen Betrag macht der private Autoverkäufer zuletzt geltend, nachdem er die Reduzierung des Kaufpreises wegen Täuschung und Drohung angefochten hat. Er sei vom Beklagten unter Druck gesetzt und eingeschüchtert worden. Der Beklagte hat lediglich 5000 € gezahlt ...

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