Rezension Zivilrecht: Rechtsphilosophie

von Dr. Benjamin Krenberger

Seelmann / Demko, Rechtsphilosophie, 6. Auflage, C.H. Beck 2014


Von RiAG Dr. Torsten Obermann, Lüdinghausen / Münster



Das knapp 300 Seiten starke Werk sieht sich selbst als „kleine Einführung“ in die Rechtsphilosophie. Mit der Übernahme der Mitverantwortung durch die Co-Autorin Daniela Demko für das gesamte Buch geht in der 6. Auflage nicht nur eine Überarbeitung sämtlicher Kapitel sondern auch die Neuaufnahme neuer Themenkreisen einher, die aktuell virulente Fragen abdecken (z.B. Recht im Krieg oder Diskussion der Würde auch von Tieren und Pflanzen).


Natürlich führt der Umfang eines „Grundrisses“ zu inhaltlichen Beschränkungen. Die Autoren interpretieren Rechtsphilosophie konsequent sehr allgemein als philosophische Betrachtung des Phänomens des Rechts an sich. Fragestellungen mit philosophischem Bezug innerhalb der Rechtsanwendung (Fragen der Logik im Recht, Voraussetzungen von Rechtsanwendung und Auslegung, Begriff der Wahrheit) werden weitgehend ausgeblendet. Innerhalb des selbst gesetzten Umfangs gelingt dem Buch aber eine durchaus tiefschürfende Darstellung von grundsätzlichen Fragen.


Der erste große Abschnitt ist der Definition des Rechtsbegriffs, der Diskussion von Alternativen zum Recht und der Abgrenzung zu ähnlichen Phänomenen gewidmet. Ausgehend von einer Darstellung des Rechtspositivismus werden in historischer Darstellung die großen Rechtskonzeptionen Kants, Hegels, Mills und anderer entwickelt und kritisiert.


Der zweite große Abschnitt beleuchtet die Rechtsfertigung des Rechts durch außerhalb seiner selbst liegende Prämissen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK