Letzte Ruhe ist nicht das letzte Wort

von Udo Vetter

Ein Toter darf zwangsweise exhumiert werden, um eine Vaterschaft zu belegen. Das gilt nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann, wenn gute Gründe für die Vaterschaft sprechen.

Der einzige “offizielle” Sohn eines im Jahr 2011 verstorbenen Mannes hatte sich dagegen gewehrt, dass sein Vater ausgegraben und ihm Gewebeproben entnommen werden. Beantragt hatte dies die mutmaßliche Tochter des Mannes. Die Frau konnte glaubhaft belegen, dass sie von ihrer Mutter am 18. Geburtstag erfahren hatte, der Verstorbene sei ihr Vater. Dieser habe sie bei früheren Besuchen auch wie sein Kind behandelt.

Das Feststellungsinteresse der Frau überwiege das postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen, befindet das Gericht ...

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