Doping – und der gesetzgeberische Aktionismus

Der Bundesjustiz- und der Bundesinnenminister haben einen “Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Doping im Sport” vorgestellt.

Inhalt[↑]

  • Die gesellschaftliche Relevanz des Sports und der Kampf gegen Doping
  • Das Antidoping-Handeln der Sportverbände
  • Bestehende gesetzliche Antidoping-Regelungen
  • Bisherige Überlegungen zu gesetzlichen Antidoping-Regelungen
  • Völkerrechtliche Verpflichtungen
  • Das AntiDopG im Überblick
  • Zweck des AntiDopG
  • Unerlaubter Umgang mit Dopingmitteln, unerlaubte Anwendung von Dopingmethoden
  • Selbstdoping
  • Strafvorschriften
  • Erweiterter Verfall und Einziehung
  • Warnhinweise
  • Informationsaustausch mit der NADA
  • Schiedsgerichtsbarkeit

Die gesellschaftliche Relevanz des Sports und der Kampf gegen Doping[↑]

Der Sport hat in Deutschland herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Er verkörpert positive Werte wie Erhaltung der Gesundheit, Leistungsbereitschaft, Fairness und Teamgeist. Er schafft Vorbilder für junge Menschen und ist durch die Sportlerinnen und Sportler mit ihren Spitzenleistungen zugleich Aushängeschild für Deutschland in der Welt. Bund, Länder und Kommunen unterstützen ihn deshalb mit umfangreichen öffentlichen Mitteln. Daneben ist der Sport auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Vor diesem Hintergrund besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, den Sport vor negativen Einflüssen und Entwicklungen zu bewahren.

Der sportliche Wettbewerb wird immer wieder durch Dopingfälle erschüttert, und zwar nicht nur im Ski- und Radsport oder in der Leichtathletik. Sportlerinnen und Sportler verschaffen sich auch in anderen Sportarten durch Doping ungerechtfertigte Vorteile. Sie bedrohen mit diesem Verhalten die Integrität des sportlichen Wettbewerbs und erschüttern dadurch seine Grundlagen wie Fairness und Chancengleichheit ...

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