Deutscher Insolvenzverwalterkongress 2014 zieht positive Zwischenbilanz

von Dr. Thomas Krüger

Der auch in diesem Herbst in Berlin stattgefundene Deutsche Insolvenzverwalterkongress 2014 hat sich mit 550 Teilnehmern, darunter nicht nur Insolvenzverwalter sondern ebenso Bankenvertreter, Richter und Rechtspfleger insbesondere aus dem Insolvenzbereich sowie schließlich auch verschiedene Bundestagsabgeordnete und Vertreter des Bundesministeriums für Justiz, in diesem Jahr insbesondere den Themen Insolvenzanfechtung und einer ersten Bilanz der Eigenverwaltung gewidmet.

In einundzwanzig verschiedenen Fachvorträgen wurden insbesondere die geltenden Insolvenzanfechtungsregelungen einer kritischen Überprüfung unterworfen und daneben eine erste Bilanz zu dem noch jungen, zwischenzeitlich aber im Vordringen befindlichen Rechtsinstrument der Eigenverwaltung gezogen. Insbesondere aus der Wirtschaft war zuletzt der Ruf laut geworden, die als zu weitgehend empfundenen Anfechtungsregelungen und hier insbesondere die Vorsatzanfechtung des § 133 InsO zumindest in ihrer Reichweite zu beschränken. Wenngleich eine umfassende und durch statistische Erhebung untermauerte Untersuchung aller nach § 133 InsO erfolgreich durchgeführten Anfechtungen bislang nicht vorliegt, hat doch eine Befragung unter den VID-Verbandsmitgliedern ergeben, dass lediglich in 12% der in den Jahren 2012 und 2013 bearbeiteten Regelinsolvenzverfahren eine erfolgreiche Anfechtung auf die Vorschrift der Vorsatzanfechtung gestützt wurde. In Anbetracht der eminenten Bedeutung der Insolvenzanfechtungsregelungen für die Schaffung einer Insolvenzmasse und damit einhergehend dann für die Verfahrenseröffnung und die ordnungsgemäße Abwicklung des Insolvenzverfahrens erscheint die vergleichsweise geringe Anzahl der erfolgreich auf § 133 InsO gestützten Anfechtungen in 367 Fällen nicht ausreichend, um hier zu tiefgreifenden Änderungen bzw. Einschränkungen der Anfechtungsregelungen zu gelangen ...

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