Rechtsanwalt zahlt sittenwidrigen Stundenlohn von knapp zwei Euro

von Thorsten Blaufelder

Nov 15

Ein Stundenlohn von weniger als zwei Euro ist „regelmäßig sittenwidrig“ und damit unwirksam. Eine sittenwidrige Lohnvereinbarung liege vor, wenn, wenn der Lohn mehr als 50 Prozent hinter der üblichen Vergütung zurückbleibt, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in zwei am Mittwoch, 12.11.2014, bekanntgegebenen Urteilen (AZ: 6 Sa 1148/14 und 6 Sa 1149/14). Die Berliner Richter kippten damit die Lohnvereinbarung eines Rechtsanwalts, der zwei Bürohilfen für jeweils 100,00 € im Monat beschäftigt.

Die Bürohilfen erhielten damit einen Stundenlohn in Höhe von knapp 2,00 €. Um ihr Existenzminimum decken zu können, standen beide zusätzlich im Hartz-IV-Bezug.

Das Jobcenter hielt den Nebenjob-Lohn für sittenwidrig und zog für die Arbeitslosen vor Gericht. Der Anwalt sei verpflichtet, die übliche Vergütung zu zahlen.

Dem folgte nun auch das LAG in seinen Urteilen vom 07.11.2014 ...

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