Ordnungshaft gegen den „König von Deutschland“?

von Mirko Laudon

Der selbsternannte „König von Deutschland“ hat es wieder einmal geschafft, einen kleinen Eklat zu provozieren. Am Amtsgericht Dessau-Roßlau begann heute der Prozess gegen ihn, weil er unerlaubt eine Krankenkasse betrieben und so 360.000 Euro eingenommen haben soll.

Großzügiges Angebot an Richter und Staatsanwalt

Zum Prozessauftakt erklärte der Angeklagte F. dem Gericht, Oberhaupt seines eigenen Staates „Königreich Deutschland“ zu sein, für den ein Amtsrichter der BRD nicht zuständig sei. Richter und Staatsanwalt könnten aber natürlich eine Bewerbung für die Justiz seines „Königreiches“ an ihn richten – er betrachte das jetzige Verfahren jedenfalls als gescheitert.

Als der Angeklagte dann das Gerichtsgebäude verlassen wollte, noch bevor die Anklage verlesen wurde, konnten Justizbeamte und die Androhung einer sechswöchigen Ordnungshaft seine Majestät schließlich doch davon überzeugen, dem Prozess weiter beizuwohnen.

Krankenkasse und eine eigene Bank

Zu den Vorwürfen sagte F ...

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