Wir streiken! – Wie sich Arbeitgeber optimal vorbereiten

von Alexander Bissels

Streiks sind legitime Mittel im Arbeitskampf. Für Arbeitgeber bedeuten sie oftmals den Stillstand des laufenden Geschäfts und wirtschaftliche Schäden. Solche Folgen lassen sich minimieren – mit der richtigen Vorbereitung.

Die Lokführer tun es, die Piloten tun es, Versandmitarbeiter bei Amazon tun es: streiken. Doch wie reagiert man als Arbeitgeber richtig auf einen angekündigten Arbeitskampf? Wie verhindert man, dass das operative Geschäft lahmgelegt, Kunden vergrault und erhebliche wirtschaftliche Schäden entstehen?

Das Wichtigste ist: Die passende Vorbereitung. Idealerweise haben Arbeitgeber im Vorfeld einen Leitfaden oder Notfallplan entwickelt, um entsprechend reagieren zu können. Ein solcher „Streikplan“ sollte folgende zentrale Vorkehrungen betreffen:

Festlegung eines Streikteams

Notwendige Aufgaben sollten zentral koordiniert und für deren rechtzeitige und kompetente Ausführung gesorgt werden. Mündet die Streikankündigung tatsächlich in einen Arbeitskampf, sollte das Streikteam in der Lage sein zu klären, welche Arbeitnehmer streiken und welche arbeitswillig sind oder welche krankheits- oder urlaubsbedingt abwesend sind.

Eine geeignete Person aus dem Management sollte zum „Streikmanager“ ernannt werden. Es ist möglichst darauf zu achten, dass diese Person nicht an der gegebenenfalls streikverursachenden Verhandlung auf Arbeitgeberseite mitwirkt.

Übertragung von Aufgaben an das Streikteam

Die Streikankündigungen werden zusehends kurzfristiger von der Gewerkschaft kommuniziert., Es ist wichtig, vor Beginn der ersten Streikmaßnahmen klar definierte Zuständigkeiten an die Mitglieder der Streikteams zu übertragen.

Kommunikation gegenüber den Medien

Eine Schlüsselaufgabe ist die Kommunikation gegenüber den Medien. Für den Erfolg der Strategie ist es zum einen ratsam, gegenüber den Medien partnerschaftlich aufzutreten ...

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