BGH zum Rechtsmissbrauch beim Abbruch von ebay Auktionen

von Andreas Siegemund

Der Bundesgerichtshof hat sich heute in einer Entscheidung zur Wirksamkeit von Kaufverträgen nach vorzeitiger Beendigung von eBay Auktionen geäußert, Urteil vom 12.11.2014, Az.: VIII ZR 42/14. Dabei ging es darum, ob und unter welchen Voraussetzungen kein Kaufvertrag anzunehmen ist, weil der Gebotspreis im Vergleich zum Wert des Kaufgegenstands zu niedrig ist.

Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zu Grunde:

“Der Beklagte bot seinen Gebrauchtwagen bei eBay zum Kauf an und setzte ein Mindestgebot von 1 € fest. Der Kläger bot kurz nach dem Beginn der eBay-Auktion 1 € für den Pkw und setzte dabei eine Preisobergrenze von 555,55 €. Einige Stunden später brach der Beklagte die eBay-Auktion ab. Per E-Mail teilte er dem Kläger, der mit seinem Anfangsgebot Höchstbietender war, mit, er habe außerhalb der Auktion einen Käufer gefunden, der bereit sei, 4.200 € zu zahlen. Der Kläger begehrt Schadensersatz wegen Nichterfüllung des nach seiner Ansicht wirksam zu einem Kaufpreis von 1 € geschlossenen Kaufvertrags und macht geltend, der Pkw habe einen Wert von 5.250 € ...

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