BAG kippt vielbeachtetes Urteil des LAG Hamm

von Reinhold Brandt

Ein im Sommer letzten Jahres zum Thema Frauendiskriminierung ergangenes Urteil des Landesarbeitsgerichts Hamm hatte Aufmerksamkeit erregt.

Der Fall:

Die Klägerin hatte sich vergeblich um eine Stelle als "Buchhalter/-in" beworben. Als sie ihre Bewerbungsunterlagen zurück erhielt, stellte sie fest, dass der Arbeitgeber auf ihrem Lebenslauf neben der Textzeile "Verheiratet, ein Kind" handschriftlich "7 Jahre alt!" vermerkt und die sich dann ergebende Wortfolge "ein Kind, 7 Jahre alt!" durchgängig unterstrichen hatte.

Das Landesarbeitsgericht hat darin eine mittelbare Diskriminierung wegen des weiblichen Geschlechts gesehen, weil das Problem der Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Berufstätigkeit in der gesellschaftlichen Realität der Bundesrepublik ganz vorrangig die Frauen betreffe. Im Ergebnis sprach es der Klägerin eine Diskriminierungsentschädigung in Höhe von 3.000 Euro zu (Urteil vom 06.06 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK