Vorsicht! Fremdsprachiger Arbeitsvertrag – Hier ist der Arbeitnehmer in der Pflicht!

von K&K Bildungsmanufaktur

Die Wirksamkeit eines Arbeitsvertrages wird nicht dadurch beeinträchtigt, dass der potentielle Arbeitnehmer dieser Sprache nicht mächtig ist. Zu dieser Entscheidung gelangten die Richter des BAG mit Ihrem Urteil vom 19.03.2014.

Diesem Fall zugrunde lag ein Arbeitsverhältnis zwischen einer deutschen Spedition und einem portugiesischen LKW-Fahrer. Dieser war bis März 2011 bei der Spedition beschäftigt. Sein Arbeitsvertrag enthielt eine Klausel, wonach Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis binnen 3 Monaten geltend gemacht werden müssten. Im April 2011 forderte er ausständige Lohnzahlungen aus Dezember 2010, sowie eine Reisekostenpauschale für Fahrten zwischen März 2010 und September 2010. Diese Forderung lehnte der Arbeitgeber mit Verweis auf die Klausel des Arbeitsvertrages ab. Dagegen legte der LKW-Fahrer Klage ein, denn er sei der deutschen Sprach nicht mächtig. Der Streitfall beschäftigte vorerst das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, welches die Forderung des LKW-Fahrers ablehnte.

Die Richter des BAG entschieden, dass das LAG möglicherweise zu Unrecht von der Anwendungen des deutschen Rechts ausgegangen war ...

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