Rezension Zivilrecht: Verfahrensbeistandschaft

von Dr. Benjamin Krenberger

Salgo / Zenz / Fegert / Bauer / Weber / Zitelmann [Hrsg.], Verfahrensbeistandschaft – Ein Handbuch für die Praxis, 3. Auflage, Bundesanzweiger 2014


Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen



„Verfahrensbeistandschaft – Ein Handbuch für die Praxis“ - dieser Titel sagt letztlich alles über die dritte Auflage dieses mittlerweile auf über 700 Seiten angewachsenen Werkes. Die 22 Autoren des Handbuchs haben sich erkennbar Mühe gegeben, alle Facetten der Verfahrensbeistandschaft in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht in dem Buch zu erfassen und abzuhandeln. Alle mit dem Thema „Familiensachen“ befassten Professionen sind dabei „ins Boot“ geholt worden: Richter, Professoren, Rechtsanwälte, Ärzte, Psychologen und Pädagogen. Zunächst stellt sich daher die Frage, an wen das Buch überhaupt gerichtet ist. Zwar werden das Gericht, Anwälte und Jugendamtsmitarbeiter es sicher gut verwenden können - primär ist es aber tatsächlich für Verfahrensbeistände geschrieben, denen mit dem Buch ein ordentliches Handwerkszeug an die Hand gegeben wird.


Dieser Intention entsprechend ist das Buch auch aufgebaut. Nach einer Vorstellung der Autoren und dem obligatorischen Abkürzungsverzeichnis findet sich neben einem gut strukturierten Inhaltsverzeichnis zunächst in einem ersten Teil Allgemeines zur Entstehung und Entwicklung der Verfahrensbeistandschaft. Für Leser dieser Rezension, die sich mit der Problematik nicht weiter auskennen, ist auf den oft auch umgangssprachlich zu gehörenden Begriff „Anwalt des Kindes“ im Familienverfahren zu verweisen. Einfach gesagt handelt es sich bei dem Verfahrensbeistand um einen vom Gericht bestellten und somit gegenüber den anderen Beteiligten neutralen Interessenvertreter des Kindes im Verfahren – dessen Partei soll er ergreifen ...

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