Koloskopie mit anschließender Peritonitis – ein Behandlungsfehler?

Häufig vertreten wir Mandanten, die an den schwerwiegenden Folgen einer nicht bzw. einer zu spät erkannten Bauchfellentzündung (Peritonitis) leiden. Wie kann es überhaupt dazu kommen? Und was muss bei der Behandlung beachtet werden, um eine Bauchfellentzündung von vornherein zu vermeiden?

Wie kann eine Peritonitis entstehen? Nach jeder Operation im Bauchraum können Komplikationen auftreten. Die schwerwiegendste und lebensbedrohlichste Komplikation, mit der der Arzt konfrontiert werden kann, ist die Entwicklung einer frühen Nahtinsuffizienz, d.h. das Aufklaffen der Wundränder, nachdem die Wunde bereits versorgt ist. Die frühe Nahtinsuffizient tritt in der Regel zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Operation auf.

Laura Quirmbach, LL.M. – Master of Laws (Medizinrecht) Fachanwältin für Medizinrecht

Zu spät oder gar unerkannt führt sie durch das Austreten von Darminhalt in den Bauchraum zu schwerwiegenden Entzündungen des Bauchfells, der sogenannten Peritonitis. Daraus können sich gravierende Folgen an lebenswichtigen Organen entwickeln.

Wie kann eine Peritonitis vermieden werden? Um das Entstehen einer Peritonitis von vornherein zu vermeiden, muss bei der Behandlung folgendes beachtet werden:

Schon beim geringsten Verdacht auf eine sich anbahnende Infektion im Bauchraum nach einer Darmresektion muss unbedingt die Option einer möglichen Nahtinsuffizienz geprüft werden. Zwischen dem dritten, spätestens fünften Tag muss eine sofortige Relaparotomie, d.h. die erneute operative Eröffnung des Bauchraums vorgenommen werden ...Zum vollständigen Artikel


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