Ausgleichsanspruch nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

von Karl Heinz Steffens

Wegfall der Geschäftsgrundlage: Ausgleichsanspruch nach Beendigung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

Der Kläger macht gegen die Beklagte Ausgleichsansprüche nach Beendigung ihrer nichtehelichen Lebensgemeinschaft geltend. Die Parteien lebten seit Anfang 1992 in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zusammen. Am …2000 wurde der gemeinsame Sohn H… geboren. 1997 erwarb die Beklagte Alleineigentum an dem Grundstück B… Str. … in …. Auf dem Grundstück wurde von der Firma W… GmbH ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 158 qm zum Preis von 298.000 DM errichtet. Zur Finanzierung der Wohnhauskosten nahmen beide Parteien bei der B... AG am 22.4.1998 ein Darlehen über 150.000 DM auf. Die Laufzeit betrug 10 Jahre. Der Darlehensvertrag sah Zinsen von 5,55 % p.a. und eine Tilgung von 7,5 % p.a. vor. Die monatlichen Kreditzahlungen erfolgten über das Konto der Beklagten. Im Hinblick auf die weiteren Kosten der Wohnhauserrichtung erhielt die Beklagte von ihren Eltern einen entsprechenden Finanzierungsbeitrag. Auf dem Hausgrundstück der Beklagten wurden diverse Arbeiten durchgeführt. An den Arbeiten wirkte auch der Kläger mit, wobei der genaue Umfang seiner Beteiligung zwischen den Parteien im Streit steht.In der ersten Jahreshälfte 2008 löste der Kläger den noch offenen gemeinsame Hauskredit durch eine Schlusszahlung in Höhe von rund 4.143 € ab. Seither ist die Immobilie der Beklagten schuldenfrei. Am 20.3.2010 kam es nach der Trennung der Parteien zum Auszug des Klägers aus dem Haus. Mit seiner Klage hat der Kläger von der Beklagten mit Blick auf seine Beteiligung an den Kreditkosten sowie wegen erbrachter Arbeitsleistungen eine Ausgleichszahlung in Höhe von rund 20.743 € nebst Zinsen verlangt ...

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