Wichtige Information: „Bundesbank-Vorstand warnt Banken vor Strafzinsen“

von Martin Quirmbach

Auswirkungen von Strafzinsen auf den Zinssatz bei der Kapitalisierung von Schadenersatzrenten

Nach Einschätzung des obersten Vermögensverwalters der Deutschen Bank werden Strafzinsen auf Konten und Sparbüchern bald zur Normalität. “Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen”, sagte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, der “Welt am Sonntag” laut Vorabbericht. “Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein”.(Quelle: manager magazin online) Strafzinsen, die bislang höchstens für Geschäftskunden gelten, träfen bald auch Privatkunden, sagte der Deutsche-Bank-Manager.

Sollten Strafzinsen Realität werden, muss das Konsequenzen für die Kapitalisierung von Schadenersatzrenten haben. Man mag es kaum glauben: Nach fast einem Jahrzehnt der Niedrigzinsen kapitalisieren viele Gerichte und auch die meisten Haftpflichtversicherer Abfindungszahlungen noch immer mit einem Zinssatz von 5 %.

Rechtsanwalt Martin Quirmbach, Seniorpartner

Kapitalisierung von Schadenersatzrenten

Gehen wir davon aus, dass der Geschädigte Anspruch auf Erstattung seines Verdienstausfalles in Höhe von 2.500,00 € hat und er heute 27 Jahre alt ist. Dann wäre für die Berechnung der Abfindungssumme bis zum Rentenalter ein Zeitraum von 40 Jahren zugrunde zu legen. Bei der Kapitalisierung mit einem Zinssatz von 5 % würde der Geschädigte 683.000,00 € erhalten.

Kapitalisiert wird deshalb, weil der Entschädigte den Gesamtbetrag in einer Zahlung statt als regemäßige Rentenzahlung erhält. Legt er diesen Entschädigungsbetrag zinsbringend an, sollte am Ende, also nach Ablauf von 40 Jahren, der gleiche Betrag erreicht sein wie bei einer kontinuierlichen Rentenzahlung, denn die Abfindungslösung soll den Geschädigten nicht schlechter stellen ...

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