Polizei warnt vor „Social Network“-Angst

von Mirko Laudon

Im­mer öf­ter muss die Po­li­zei ein­schrei­ten, um Bri­sanz oder „Pa­nik­ma­che“ aus der Dis­kus­sion in so­zia­len Netz­wer­ken zu neh­men. Eine Po­li­zei­mel­dung be­kommt dank die­ser Ver­brei­tung über Face­book oder Whats­App häu­fig ei­nen völ­lig an­de­ren In­halt – das „Stille Post“-Phänomen.

Jüngst pas­sierte dies aus Angst vor ver­meint­li­chen „Mit­sch­na­ckern“ im Kreis Pin­ne­berg – also ei­nem Mann, der Kin­der un­ter ei­nem Vor­wand an­spricht, um sie zum Mit­kom­men zu bewegen:

Aus ak­tu­el­lem An­lass, näm­lich stei­gen­der Ver­brei­tung in den so­zia­len Netz­wer­ken und auch Hin­wei­se­auf­kom­men ge­gen­über der Po­li­zei, möchte die Po­li­zei aus­drück­lich ei­ner Angst vor ver­meint­li­chen Mit­sch­na­ckern im Kreis Pin­ne­berg entgegenwirken.

Tat­säch­lich hatte die Po­li­zei zu­rück­hal­tend über zwei Fälle be­rich­tet, in de­nen ver­mut­lich ver­sucht, aus ei­nem wei­ßen Lie­fer­wa­gen her­aus, ein Kind zum Mit­kom­men zu be­we­gen. Doch aus „merk­wür­dig auf­ge­fal­len“ oder „an­ge­spro­chen“ wurde schnell ein „ins Auto ge­zerrt“ oder (er­folg­reich) „mit­ge­schnackt“. Schließ­lich hieß es, der Mann hätte ei­nen Jun­gen in den Lie­fer­wa­gen ge­zerrt, die Po­li­zei könne aber nichts ma­chen, weil ja gar nichts pas­siert sei. Das ist na­tür­lich rie­sen­gro­ßer Un­sinn und der­ar­ti­gen Le­gen­den muss die Po­li­zei im­mer häu­fi­ger aus­drück­lich wi­der­spre­chen. Denn tat­säch­lich ist bis­her über­haupt nichts pas­siert, was nur ent­fernt den An­fangs­ver­dacht ei­ner Straf­tat be­grün­den könnte. Es gab we­der ak­tu­ell noch in der Ver­gan­gen­heit ei­nen Fall von Kin­des­ent­füh­rung oder dem Ver­such dazu oder an­de­ren denk­ba­ren Straf­ta­ten von ver­meint­li­chen „Mitschnackern“.

Foto: Alex­an­der Klaus / pixelio ...

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