Vor dem Brandenburger Tor hat Heinz B. was Tolles vor – Der gereimte Gerichtsbeschluss

von Andreas Stephan

Das Verwaltungsgericht Berlin zeigte sich einmal besonders kreativ und verfasste einen Beschluss in Reimform: In der Sache legte Heinz B. Widerspruch gegen den Sofortvollzug eines versammlungsrechtlichen Bescheides ein. Er begehrte, sich am 17. März vor dem Brandenburger Tor zu versammeln und diesen Tag als halben Feiertag zu Ehren Münchhausens zu feiern.

“Vor dem Brandenburger Tor,
hat Heinz B. was Tolles vor,
am 17. des Monats März
– ist es sein Ernst, ist es gar Scherz?
-Münchhausen ehren, so das Ziel
verspricht sich hiervon ganz schön viel:

Zum einen sollen Eselsbrücken
die Menschen wieder näher rücken,
und sie dadurch total beglücken.
Zum ander´n sollen alle Sender
nur Gutes melden aus den Ländern;
die Zeitungen soll´n Schlechtes meiden
und so verhindern manches Leiden.
Zur Krönung soll, ob man es mag
der Anlass werden Feiertag.

Doch nur ein halber soll es sein
damit noch übrig bleibt die Zeit,
zu üben manche Lebensweisheit,
die dann die Bildung allgemein,
erhöht, wodurch Blockaden auch im Denken,
die Menschen nie mehr werden lenken.

Im Februar ist Heinz B. so frei
zu melden dies der Polizei.
Der Karneval stand noch bevor,
auch vor dem Brandenburger Tor.
Der Polizei ist nicht egal,
ob dieses Treiben ist legal.
Denn Wünsche wie der sind es gerade,
die auch, so bei der Love Parade,
ihr oftmals machen Kopfzerbrechen,
auch wenn sie nicht sind Schwerverbrechen.

So denkt sie lange drüber nach,
und bringt Heinz. B wohl Ungemach.
erlässt versammlungsrechtlichen Bescheid,
und sagt: Halt mit der Lustigkeit,
denn Dein Ziel ist wohl nicht ernst,
Du dich von Art. 8 (GG) entfernst,
schon weil das Gesetz nicht mag
nur einen halben Feiertag.

Zum ander´n sagt die Polizei
wohl auch der Rest ist Narretei
so zeigt der Esel buntgeschmückt,
dass einer hier wohl spielt verrückt ...

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