Verpflichtung zum Aufwendungsersatz nach schwerem Arbeitsunfall

Ein Arbeitgeber kann dazu verpflichtet sein, einer Berufsgenossenschaft die von dieser zu leistenden unfallbedingten Aufwendungen zu erstatten, wenn er gegen die gängigen Unfallverhütungsvorschriften verstoßen hat. Das geht aus einem Urteil des OLG Oldenburg vom 23.10.2014 (14 U 34/14) hervor.

Die Arbeiter eines Fachbetriebs sägten ca. 5 qm große Löcher in die Platten eines Flachdachs und bedeckten die gesamte Fläche anschließend mit Dampfsperrfolie. So waren die Löcher nicht mehr sichtbar. Als ein weiterer Mitarbeiter das Dach betrat, stürzte er mehr als drei Meter in die Tiefe. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er heute vollständig erwerbsgemindert ist und in einem Pflegeheim lebt. Die Berufsgenossenschaft erbrachte als gesetzlicher Unfallversicherer des beklagten Betriebs für das Opfer Leistungen i. H. v. 1.000.000 Euro ...

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